Powernapping - Fit on Tour!

Durch das kurze Schlafen regeneriert sich der Körper und die Leistungsbereitschaft, Ausdauer und Konzentration steigen deutlich an
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Müder Fahrer – aufmerksamer Beifahrer

DVR startet erneute Pressekampagne
Beifahrer können Autofahrer vor Sekundenschlaf schützen
Fahrerwechsel und Pausen helfen bei Müdigkeit am Steuer

13. Juli 2018 (DVR) – Über die Hälfte der Personen im Besitz eines Pkw-Führerscheins werden auf längeren privaten Autofahrten (mindestens drei Stunden) von mindestens einer anderen Person im Besitz eines Führerscheins begleitet. Viele Begleitpersonen unterschätzen jedoch, wie gefährlich es sein kann, wenn der Fahrende langsam müde wird. Dies ergab eine aktuelle YouGov-Umfrage von mehr als 1.740 Personen im Besitz eines Pkw-Führerscheins im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sowie weiterer Partner im Rahmen der Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf!“.

Viele Beifahrer sind mit ihrer Aufmerksamkeit beim Autofahrenden

63 Prozent der befragten Personen im Besitz eines Pkw-Führerscheins nutzen ihre Zeit auf dem Beifahrersitz, um sich mit dem Fahrenden zu unterhalten, 58 Prozent, um auf den Verkehr zu achten, 46 Prozent, um die Route zu kontrollieren und 25 Prozent, um sich für einen Fahrerwechsel auszuruhen (Mehrfachnennung möglich). Ein Großteil der Begleitpersonen schenkt somit auf längeren Autofahrten seine Aufmerksamkeit der Person hinter dem Steuer und unterstützt diese beim sicheren Fahren und gleichzeitig vor Müdigkeit. Denn lange Zeiten hinter dem Steuer und monotone Strecken auf der Autobahn können müde machen.

Viele Beifahrer reagieren nicht konsequent genug auf Müdigkeit beim Autofahrenden

Gerade einmal die Hälfte der Begleitpersonen nimmt die Müdigkeit des Fahrenden wirklich ernst: 56 Prozent der befragten Begleitpersonen fragen nach einer Pause, 54 Prozent bieten einen Fahrerwechsel an und 39 Prozent fragen nach Müdigkeit, wenn sie merken, dass die Konzentration des Autofahrenden nachlässt und er oder sie anfängt zu gähnen oder sich die Augen zu reiben (Mehrfachnennung möglich). Fast jeder Dritte unterschätzt die Gefahr von Müdigkeit hinter dem Steuer: 24 Prozent versuchen die Person am Steuer im Gespräch von ihrer Müdigkeit abzulenken (Mehrfachnennung möglich). Dies kann gefährlich werden, denn das Einzige, was hinter dem Steuer gegen akute Müdigkeit hilft, ist eine Pause, am besten alle zwei Stunden. „Beifahrer sollten im Zweifel auf einen Fahrerwechsel oder eine Pause bestehen“, rät DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer.

Eine solche Pause sollte zur Regeneration mit einem Kurzschlaf von zehn bis 20 Minuten oder Bewegung an der frischen Luft kombiniert werden. Die Fahrtunterbrechung kann auch für einen Fahrerwechsel genutzt werden. Auf einen Fahrerwechsel bestehen allerdings nur 23 Prozent der Personen auf dem Beifahrersitz, wenn sie merken, dass die Person hinter dem Lenkrad langsam müde wird. „Fahrer wie Beifahrer sollten Müdigkeit niemals auf die leichte Schulter nehmen; die Folgen können für einen selbst und andere Verkehrsteilnehmende dramatisch sein“, so Hammer.

Weitere Aktionen gegen Sekundenschlaf

Fernfahrerstammtisch – Verkehrsprävention der Hessischen POLIZEI

 

DVR und POLIZEI setzen auf Kampagnen und Aufklärung

Bekanntermaßen ist jeder Fahrzeugführer im Straßenverkehr der Gefahr des Sekundenschlafes am Steuer ausgesetzt. Laut einer Umfrage des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) ist jeder vierte Autofahrer schon einmal am Steuer eingenickt. Dies kann fatale Folgen haben, und trotzdem unterschätzen viele Verkehrsteilnehmer diese Gefahr: Erstaunlich dabei ist, dass

  • 43 Prozent der Autofahrer überzeugt sind, den Zeitpunkt des Einschlafens sicher vorhersehen zu können,
  • 45 Prozent glauben, Beeinträchtigungen durch Müdigkeit durch ihre Fahrerfahrung ausgleichen zu können,
  • 17 Prozent trotz Müdigkeit weiterfahren.

Daraus ergibt sich ein hohes „Gefährderpotential“, das uns täglich auf unseren Straßen begegnet. Vor diesem Hintergrund startet der DVR mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sowie weiterer Partner die Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf! Die Aktion gegen Müdigkeit am Steuer.“ Ziel ist es, auf die Gefahr von Müdigkeit am Steuer aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass langfristig vor allem das Sicherstellen eines gesunden Wechsels von Schlaf- und Wachzeiten und akut vor allem eine Pause mit einem Kurzschlaf oder etwas Bewegung dagegen hilft.

Auch die Länderpolizeien betreiben in der Verkehrsprävention verstärkt Aufklärung über die Gefahren des Sekundenschlafs im Straßenverkehr – insbesondere bei den Berufskraftfahrern im Güter- und Personentransport. In dem Projekt „Fernfahrerstammtisch“, das monatlich an über 30 Autobahnrasthöfen bundesweit stattfindet, setzt die POLIZEI seit über 10 Jahren bei den April-Veranstaltungen gezielt auf das Thema „Übermüdung im Straßenverkehr“.

>> Fernfahrerstammtisch der POLIZEI
Quelle: Polizeipräsidium Osthessen – Severingstrasse 1-7, 36041 Fulda

Kontakt

Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)
Anna-Sophie Börries
Referentin gegen Müdigkeitsunfälle
Öffentlichkeitsarbeit Initiativen/Veranstaltungen
Telefon: 0228 40001-43
E-Mail: ASBoerries dvr.de

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Vorsicht Sekundenschlaf! Die Aktion gegen Müdigkeit am Steuer

Eine Aktion des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

 

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